Diese Kapelle steht direkt an der Straße zwischen Linden und Langenmosen. Sie wurde im Jahr 1959 errichtet. Aufgrund der Flurbereinigung musste die ursprüngliche Kapelle, die zum Weichselbaumerhof in Linden gehörte, abgerissen werden. Wie alt die ursprüngliche Kapelle war und aus welchem Grund sie errichtet wurde, ist leider nicht mehr bekannt. Nach Rücksprache mit Irmi Stegmeier, die zusammen mit ihrem Mann Helmut die Kapelle mittlerweile pflegt, konnte auch ihre Mutter, die im Dezember 2023 im Alter von 90 Jahren starb, hierüber keine Auskunft geben.
Der Geistliche Rat Michael Lang war zur Zeit des Neubaus der Kapelle Pfarrer in Edelshausen. Er setzte sich dafür ein, dass die Familie Augustin die Figur des Heiligen Sebastians von der Pfarrei St. Jakob Schrobenhausen erwerben konnte. Diese Figur stand früher in der Stadtpfarrkirche in Schrobenhausen. Aufgrund des neuen Volksaltars musste der Heilige Sebastian seinen Platz räumen und kam dort auf den Speicher. So war es dann naheliegend, dass diese Kapelle auch dem Heiligen Sebastian geweiht wurde. Der Heilige Sebastian ist u. a. der Schutzpatron der Schützen. Der ethische Grundgedanke dabei ist, dass eine Waffe nie auf einen Menschen gerichtet werden soll.
Im Jahr 2009 wurde die Kapelle renoviert und von Pfarrer Robert Skrzypek neu eingeweiht. Seit nunmehr 65 Jahren genießt die Figur des Heiligen Sebastian nun die frische Landluft und lädt uns dazu ein, kurz auf dem Weg innezuhalten, zu beten und zur Ruhe zu kommen.
Text+Fotos: Christine Baumgartner
Dieser Beitrag wurde zuerst im Pfarrbrief Fastenzeit/Ostern 2024 auf Seite 4 veröffentlicht.

