Auf einer Anhöhe, aber dennoch nahezu versteckt unter der mächtigen Baumkrone einer Linde, ist diese kleine Wegkapelle an der Abbiegung „Am Figurberg“ in den Fritz-Färber-Weg in Edelshausen zu finden.
Josef Seitz, der Großvater des jetzigen Eigentümers Robert Osterhuber, hat hier im Jahr 1930 diese Kapelle als Ersatz für eine ältere Kapelle neu errichtet. Anlass für den Bau dieser Kapelle war die Geburt von drei gesunden Söhnen in drei Jahren bzw. fünf gesunden Kindern in sechs Jahren: Josef 1925, Notburga 1926, Simon 1928, Alois 1929, Hans 1930 geboren. Nach dem Bau der Kapelle wurden der Familie noch weitere drei Kinder geschenkt. Albert 1934, Magdalena, die Mutter des Eigentümers, wurde 1936 geboren und lebt heute noch in Edelshausen, Maria 1938 geboren, wohnt in Sontheim in der Nähe von Wertingen.
Eingeweiht wurde die Kapelle von Pfarrer Michael Lang auf die „Schmerzhafte Muttergottes“. Die Figuren, eine Mutter Gottes und zwei Engel, stammen aus dem 17. Jahrhundert. Sie sind aus Sicherheitsgründen nur noch zu besonderen Anlässen, wie zum Beispiel einer Andacht, in der Kapelle zu sehen.
Die sieben Schmerzen Mariens beziehen sich auf das Leiden und die Trauer in ihrem Leben, die sie als Mutter von Jesus erdulden musste. Sie umfassen die Weissagung Simeons, die Flucht nach Ägypten, die Suche nach dem im Tempel verlorenen Jesus, die Begegnung mit Jesus auf dem Kreuzweg, die Kreuzigung, die Kreuzabnahme und die Grablegung Jesu. Der Gedächtnistag der Sieben Schmerzen Mariens ist der 15. September.
Eine Bank mit Blick in den Norden der Edelshausener Fluren lädt zum Verweilen ein.
Text: Christine Baumgartner
Fotos: Robert Osterhuber, Christine Baumgartner
Dieser Beitrag wurde zuerst im Pfarrbrief Advent/Weihnachten 2025 auf Seite 4 veröffentlicht.



